Unsere Fische in Baden-Württemberg

 

In Baden-Württemberg gibt es derzeit 67 Fischarten.

 

Bedingt durch schlechte Wasserqualität, Ausbau und Verbauung der Gewässer, Stauhaltungen und vieles andere mehr, sind bis Mitte der sechziger Jahre viele Fernwanderfische verschwunden und die anderen Fischarten auf weniger als die Hälfte  zurückgegangen.

 

Gewässersanierungen, Kläranlagenbau, Renaturierungen usw. haben seit dieser Zeit dazu geführt, dass ein großer Teil der gefährdeten  Arten wieder eingebürgert werden konnte, zum Teil jedoch bisher nur in einigen wenigen Gewässern.

 

Die Fischereivereine und Verbände haben durch die Wiederherstellung natürlicher Bedingungen und der morphologischen Vielgestaltigkeit in Verbindung mit Besatzmaßnahmen wesentlich dazu beigetragen.

Leider können sich nicht mehr alle Arten natürlich vermehren, weil die oben genannten Gewässerschäden nicht in jedem Falle zu beseitigen sind.

 

Heute findet man wieder fast alle der ursprünglich vorkommenden Fischarten, zum Teil allerdings nur in wenigen  Einzelexemplaren, von denen aber immer noch rund 64 % gefährdet sind (davon 13 % ausgestorben oder verschollen, 19 % vom Aussterben bedroht, 16 % stark gefährdet, 16 % gefährdet).

 

In der ersten Kategorie sind es insbesondere anadrome Wanderfische, die vom Meer zum Laichen in die Flüsse aufsteigen und Fließwasserfische.

 

Voraussetzungen für die Wiedereinbürgerung von Arten und der Stabilisierung von Fischbeständen sind die Wiederherstellung der Gewässerbiotope (insbesondere Laichbiotope) und intensive Hegemaßnahmen - Fischartenschutz heißt Biotopschutz.

 

 Die am häufigsten vorkommenden Fischarten sind Grundeln, Rotauge, Brasse, Döbel und Barsch.